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The August 27-28, 2026 Partial Lunar Eclipse with Vespera and Hestia

Die partielle Mondfinsternis vom 27-28. August 2026 mit Vespera und Hestia

15 Aug. 2026

In der Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 findet eine tiefe partielle Mondfinsternis statt. Sie ist auf der dem Atlantik zugewandten Hälfte des Planeten zu sehen: in Amerika, Europa und Afrika.
Im Maximum liegen rund 96 % der sichtbaren Mondoberfläche im dunklen Kernschatten der Erde. Der größte Teil der Mondscheibe leuchtet dann tief kupferrot, nur ein schmaler heller Streifen am Rand bleibt im direkten Sonnenlicht. Optisch kommt der Effekt einer totalen Finsternis sehr nahe, auch wenn es sich technisch gesehen um eine partielle Finsternis handelt.
Von Ost- und Südostasien, Australien, Neuseeland und dem größten Teil des Pazifiks ist die Finsternis überhaupt nicht zu sehen, weil der Mond dort während des gesamten Ereignisses unter dem Horizont steht.

Am besten ist die Finsternis in Amerika zu sehen, wo der Mond hoch am Himmel steht; in Europa und Westafrika steht er tief im Westen, kurz vor dem Untergang.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, was genau passiert, worauf Sie achten sollten und wann Sie von Ihrem Standort aus mit Vespera und Hestia beobachten können.


Variation of the Moon's brightness during a lunar eclipse

Die Finsternis in Nordamerika beobachten (Abend des 27. August)

Nordamerika ist für diese Finsternis gut positioniert. In den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko läuft die gesamte Kernschattenfinsternis, vom ersten dunklen Anbiss bis zum letzten, am späten Abend des 27. August ab (nach Mitternacht in der Eastern Time Zone). Wie gut der Beginn zu sehen ist, hängt von der geografischen Länge ab: Im Osten steht der Mond hoch am Himmel, während er an der Pazifikküste gerade erst aufgeht.

Wo die gesamte Kernschattenfinsternis sichtbar ist

In der Eastern, Central und Mountain Time Zone (New York, Toronto, Miami, Chicago, Dallas, Mexiko-Stadt, Denver) steht der Mond während des gesamten Ereignisses bequem über dem Horizont und steigt hoch in den südöstlichen bis südlichen Himmel. Diese Regionen erleben das komplette Schauspiel, einschließlich des tiefen Maximums zwischen dem späten Abend und kurz nach Mitternacht Ortszeit.

Wo nur ein Teil der Finsternis sichtbar ist

An der Pazifikküste geht der Mond etwa zu Beginn der Finsternis auf, sodass die ersten Minuten stattfinden, während er noch sehr tief im Osten oder sogar unter dem Horizont steht. In Los Angeles hat der Mond den Horizont gerade erst überschritten, wenn die partielle Phase beginnt; in Seattle geht er erst auf, nachdem die partielle Phase bereits läuft, und erscheint damit schon vom Erdschatten angeknabbert.

Wer im Westen beobachtet, sollte einen freien Blick nach Osten suchen. Sobald der Mond etwas höher steht, sind das tiefe Maximum und die gesamte zweite Hälfte der Finsternis gut zu sehen.

Zeitplan und Sichtbarkeit der partiellen Finsternis (Ortszeit)

Stadt Beginn der partiellen Phase Maximum der Finsternis Ende der partiellen Phase
New York 10:33 PM (Aug 27) 12:13 AM (Aug 28) 1:52 AM (Aug 28)
Washington, D.C. 10:33 PM (Aug 27) 12:13 AM (Aug 28) 1:52 AM (Aug 28)
Miami 10:33 PM (Aug 27) 12:13 AM (Aug 28) 1:52 AM (Aug 28)
Toronto 10:33 PM (Aug 27) 12:13 AM (Aug 28) 1:52 AM (Aug 28)
Chicago 9:33 PM (Aug 27) 11:13 PM (Aug 27) 12:52 AM (Aug 28)
Dallas 9:33 PM (Aug 27) 11:13 PM (Aug 27) 12:52 AM (Aug 28)
Mexiko-Stadt 8:33 PM (Aug 27) 10:13 PM (Aug 27) 11:52 PM (Aug 27)
Denver 8:33 PM (Aug 27) 10:13 PM (Aug 27) 11:52 PM (Aug 27)
Los Angeles 7:33 PM (Aug 27)* 9:13 PM (Aug 27) 10:52 PM (Aug 27)
Seattle Nicht sichtbar** 9:13 PM (Aug 27) 10:52 PM (Aug 27)

*In Los Angeles ist der Mond gerade erst aufgegangen und steht sehr tief über dem östlichen Horizont, wenn die partielle Phase beginnt.
**In Seattle geht der Mond erst auf, nachdem die partielle Phase bereits begonnen hat; der erste Kernschattenkontakt findet also unter dem Horizont statt, und der Mond erscheint bereits teilweise verfinstert.


Die Finsternis in Mittel- und Südamerika beobachten (Nacht vom 27. auf den 28. August)

Wo die gesamte Kernschattenfinsternis sichtbar ist

Hier ist die Finsternis insgesamt am besten zu sehen. In Mittelamerika, der Karibik und ganz Südamerika steht der Mond hoch, oft nahe dem Zenit, und die gesamte Kernschattenfinsternis ist von Anfang bis Ende sichtbar.

Probleme mit dem Horizont gibt es hier nicht. Das tiefe Maximum, bei dem der größte Teil der Scheibe rot leuchtet, steht am späten Abend oder kurz nach Mitternacht hoch am Himmel.

Zeitplan und Sichtbarkeit der partiellen Finsternis (Ortszeit)

Stadt Beginn der partiellen Phase Maximum der Finsternis Ende der partiellen Phase
Panama-Stadt 9:33 PM (Aug 27) 11:13 PM (Aug 27) 12:52 AM (Aug 28)
Bogotá 9:33 PM (Aug 27) 11:13 PM (Aug 27) 12:52 AM (Aug 28)
Caracas 10:33 PM (Aug 27) 12:13 AM (Aug 28) 1:52 AM (Aug 28)
Quito 9:33 PM (Aug 27) 11:13 PM (Aug 27) 12:52 AM (Aug 28)
Lima 9:33 PM (Aug 27) 11:13 PM (Aug 27) 12:52 AM (Aug 28)
Santiago 10:33 PM (Aug 27) 12:13 AM (Aug 28) 1:52 AM (Aug 28)
Buenos Aires 11:33 PM (Aug 27) 1:13 AM (Aug 28) 2:52 AM (Aug 28)
Montevideo 11:33 PM (Aug 27) 1:13 AM (Aug 28) 2:52 AM (Aug 28)
São Paulo 11:33 PM (Aug 27) 1:13 AM (Aug 28) 2:52 AM (Aug 28)
Rio de Janeiro 11:33 PM (Aug 27) 1:13 AM (Aug 28) 2:52 AM (Aug 28)


Die Finsternis in Europa und Westafrika beobachten (Morgendämmerung des 28. August)

In Europa und Afrika spielt sich die Finsternis in den frühen Morgenstunden des 28. August tief am westlichen Himmel ab, während der Mond dem Untergang entgegengeht. Die Bedingungen hängen stark von geografischer Länge und Breite ab: Je weiter westlich und südlich, desto besser.

Wo der größte Teil der Finsternis sichtbar ist

Am besten schneidet der Atlantikrand ab. In Westafrika (Dakar, Accra), Portugal, Marokko und Island bleibt der Mond während des größten Teils oder der gesamten Kernschattenfinsternis über dem Horizont, wenn auch immer tiefer.

Wo nur die erste Hälfte sichtbar ist

Weiter nördlich und östlich, in Irland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Spanien, geht der Mond während oder kurz nach dem Maximum unter. Dort sieht man die partielle Phase und das tiefe Maximum tief im Westen vor dem heller werdenden Morgenhimmel, doch der Mond verschwindet unter dem Horizont, bevor die Finsternis endet. Ein freier Westhorizont ist unerlässlich, und die zunehmende Dämmerung überstrahlt die schwächeren Schattierungen gegen Ende.

Zeitplan und Sichtbarkeit der partiellen Finsternis (Ortszeit, 28. August)

Stadt Beginn der partiellen Phase Maximum der Finsternis Ende der partiellen Phase
Reykjavík 2:33 AM 4:13 AM 5:52 AM*
Dublin 3:33 AM 5:13 AM Nicht sichtbar**
London 3:33 AM 5:13 AM Nicht sichtbar**
Lissabon 3:33 AM 5:13 AM 6:52 AM*
Madrid 4:33 AM 6:13 AM Nicht sichtbar**
Paris 4:33 AM 6:13 AM Nicht sichtbar**
Dakar 2:33 AM 4:13 AM 5:52 AM
Accra 2:33 AM 4:13 AM 5:52 AM*
Lagos 3:33 AM 5:13 AM Nicht sichtbar**
Casablanca 3:33 AM 5:13 AM 6:52 AM*

*Der Mond steht kurz vor dem Untergang sehr tief über dem westlichen Horizont, die Sicht kann daher schwierig sein.
**Der Mond ist vor diesem Kontakt bereits untergegangen, das Ende der Finsternis findet also unter dem Horizont statt.


Die Finsternis mit Vespera und Hestia beobachten

Vespera und Hestia sind ideale Begleiter, um eine Mondfinsternis live auf dem Smartphone zu verfolgen. Sie sehen in Echtzeit, wie der Erdschatten über den Mond wandert, und halten den gesamten Ablauf fest.

Bei beiden Instrumenten lässt sich die Belichtung manuell einstellen, was hier entscheidend ist: Die Helligkeit unterscheidet sich enorm zwischen dem hellen, unverfinsterten Rand und dem tiefroten Schattenbereich. Und keine Sorge: Eine Mondfinsternis lässt sich völlig gefahrlos beobachten, ein Filter ist nicht nötig.

Suchen Sie Ihren Beobachtungsplatz im Voraus aus

Wo der Mond am Himmel steht, hängt stark von Ihrer Region ab, planen Sie den Horizont entsprechend. In Europa und Westafrika geht der Mond unter, Sie brauchen also freie Sicht tief nach Westen. An der Pazifikküste Nordamerikas geht der Mond während der Finsternis auf, dort ist ein freier Osthorizont gefragt. Im Osten Amerikas und in ganz Südamerika steht der Mond hoch, ein allgemein freier Himmel genügt. Wählen Sie in jedem Fall einen Platz mit möglichst wenigen Lichtquellen in der Nähe.

Grundeinstellungen für Vespera

Vespera auf den Mond auszurichten, erfordert nur wenige Schritte:

  • Stativ waagerecht ausrichten, dann die Initialisierung starten.
  • Im Bildschirm Instrument den Punkt Image Format öffnen und Live Image Saving aktivieren.
  • Wer RAW-Aufnahmen für maximale Qualität weiterverarbeiten möchte, aktiviert zusätzlich die FITS-Speicherung und prüft vorher, ob genügend interner Speicher frei ist.
  • Zum Object Catalog wechseln, Solar System wählen und den Mond auswählen.
  • Ausrichtung und Nachführung laufen dann automatisch; Vespera hält den Mond während des gesamten Ereignisses zentriert.
  • Für eine zuverlässige Ausrichtung beginnen Sie die Beobachtung etwas vor dem Start der partiellen Phase.
  • Stellen Sie die Belichtung so ein, dass der Mond korrekt wiedergegeben wird. (Siehe unser ausführliches Tutorial zu den Kameraeinstellungen im Blog.)

Grundeinstellungen für Hestia

Nehmen Sie sich vor Beginn der Finsternis einen Moment Zeit, um Ihr Smartphone korrekt einzusetzen und mit Hestia auszurichten.

  • Aktivieren Sie den Modus Lunar Observation.
  • Nutzen Sie die Sternkarte in Gravity, um exakt auf den Mond zu zielen.
  • Passen Sie die Belichtung manuell an, während die Finsternis fortschreitet.

Lunar eclipse captured with Hestia

Belichtung während der Finsternis beobachten und nachjustieren

Da sich die Helligkeit des Mondes während einer Finsternis so stark verändert, sollten Sie die Belichtung häufig überprüfen.

Rund um das Maximum dauert die tiefe Phase lange genug, vor allem dort, wo das ganze Ereignis hoch am Himmel zu sehen ist, um in Ruhe mit den Einstellungen zu experimentieren.

Während der partiellen Phasen ist der Kontrast zwischen dem beschatteten und dem sonnenbeschienenen Teil des Mondes extrem. Keine einzelne Belichtung kann beides zugleich wiedergeben, entscheiden Sie also vorher, welchen Teil Sie bevorzugen.

Bewährt hat sich, mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen zu machen und die besten davon später auszuwählen (oder zu kombinieren).

The strong brightness difference during the partial phase

Der enorme Helligkeitsunterschied während der partiellen Phase

Einen Zeitraffer der Finsternis erstellen

Wenn Sie während des gesamten Ereignisses Einzelbilder speichern, können Sie daraus später einen Zeitraffer bauen, eine der schönsten Arten, die Finsternis noch einmal zu erleben und online zu teilen.

Mit Hestia

  • Vergewissern Sie sich, dass der Eclipse-Modus aktiv ist, damit Sie von den Countdown-Hinweisen fünf Minuten vorher und den Benachrichtigungen profitieren.
  • Tippen Sie auf Photo, um zu Time-lapse zu wechseln, und dann auf Capture, um zu starten.
  • Jedes weitere Einzelbild wird manuell aufgenommen: Tippen Sie erneut auf Capture, wenn Sie eines hinzufügen möchten.
  • Wenn Sie fertig sind, tippen Sie auf Stop, um das Video zu erzeugen, wählen die Exporteinstellungen (Auflösung und Dauer) und exportieren.
  • Das fertige Video landet in der Fotomediathek Ihres Telefons.

Mit Vespera

Bei aktiviertem Live Image Saving schreibt Vespera alle 2–4 Sekunden ein neues Bild in den internen Speicher (bei RAW/FITS-Aufnahmen je nach Einstellung alle 10–15 Sekunden).
Nach der Sitzung fügen Sie die Einzelbilder mit einer Drittanbieter-Software zu einem Zeitraffervideo zusammen.


Die Phasen der partiellen Mondfinsternis vom 27./28. August 2026

Eine Mondfinsternis erstreckt sich über mehrere Stunden. Der Mond wandert allmählich in den Erdschatten hinein, und solange er nicht vollständig darin verschwindet, bleibt die Finsternis partiell. In diesem Fall dringt der Mond nie ganz in den Kernschatten ein, denn im Maximum fängt ein schmaler Streifen seines Randes weiterhin direktes Sonnenlicht auf. Das gesamte Ereignis wird deshalb von schwachen Halbschattenphasen und den deutlicher sichtbaren partiellen Phasen (Kernschatten) eingerahmt.

Der Weg des Mondes durch den Erdschatten während der partiellen Finsternis vom 28. August 2026, von Osten (rechts) nach Westen (links) entlang der Ekliptik. Im Maximum taucht der Mond tief in den Kernschatten ein, nur ein schmaler heller Streifen bleibt am äußeren Rand.

Die wichtigsten Phasen der Finsternis

  1. Beginn der Halbschattenfinsternis: Der Mond tritt in den schwachen äußeren Erdschatten ein. Die Abdunklung ist zunächst kaum wahrnehmbar.
  2. Beginn der partiellen Finsternis (Kernschatten): Der Mondrand erreicht den dunklen Kernschatten, und ein deutlicher dunkler Anbiss erscheint auf der Mondscheibe.
  3. Maximum der Finsternis: Der Mond erreicht seinen tiefsten Punkt im Kernschatten, rund 93 % seines Durchmessers sind bedeckt. Der größte Teil der Scheibe leuchtet kupferrot, während ein schmaler heller Streifen des Randes im Sonnenlicht bleibt. Das ist der eindrucksvollste Moment.
  4. Ende der partiellen Finsternis (Kernschatten): Der Mond verlässt den Kernschatten und gewinnt nach und nach seine volle Helligkeit zurück.
  5. Ende der Halbschattenfinsternis: Der Mond verlässt den äußeren Schatten, und das Ereignis ist zu Ende.


Phase Nummer Zeit (UTC)
Beginn der Halbschattenfinsternis 1 01:23
Beginn der partiellen Finsternis 2 02:33
Maximum der Finsternis 3 04:13
Ende der partiellen Finsternis 4 05:52
Ende der Halbschattenfinsternis 5 07:01

Kontaktzeiten nach den Finsterniselementen von NASA / Fred Espenak.

Was ist eine Mondfinsternis?

Der Mond umkreist die Erde in etwas mehr als 27 Tagen. Hin und wieder stehen Sonne, Erde und Mond fast exakt auf einer Linie, wobei sich unser Planet zwischen den beiden anderen befindet. Dann taucht der Mond in den Schatten ein, den die Erde ins All wirft, und wird nicht mehr direkt von der Sonne beleuchtet. Das ist eine Mondfinsternis.

Der Erdschatten besteht aus zwei Teilen: einem dunklen zentralen Kegel, dem Kernschatten, und einer helleren Zone ringsherum, dem Halbschatten. Wie die Finsternis aussieht, hängt davon ab, wie tief der Mond in den jeweiligen Bereich eindringt:

  • Taucht der Mond vollständig in den Kernschatten ein, liegt die ganze Scheibe im Schatten und färbt sich rot: Das ist eine totale Finsternis.
  • Dringt nur ein Teil des Mondes in den Kernschatten ein, während der Rest im Halbschatten bleibt, ergibt sich eine partielle Finsternis, so wie die tiefe partielle Finsternis vom 27./28. August 2026, bei der rund 93 % der Scheibe bedeckt sind.
  • Zieht der Mond nur durch den Halbschatten, ist die Abdunklung so gering, dass man sie leicht übersieht: eine Halbschattenfinsternis.
Die rote Farbe entsteht durch Sonnenlicht, das in der Erdatmosphäre gebrochen und um seine blauen Wellenlängen gefiltert wird. Es ist im Grunde das Leuchten sämtlicher Sonnenauf- und -untergänge des Planeten, projiziert auf den Mond.
How a lunar eclipse works

Wann und wie oft treten Mondfinsternisse auf?

Vollmond ist etwa alle 29 Tage, trotzdem gibt es nicht jeden Monat eine Finsternis. Der Grund: Die Mondbahn ist um rund 5° gegen die Erdbahn um die Sonne geneigt, sodass die meisten Vollmonde etwas ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbeiziehen, statt hindurch.

Finsternisse häufen sich rund um die Punkte, an denen sich beide Bahnen kreuzen und die der Mond zu bestimmten Zeiten im Jahr erreicht. Sonnen- und Mondfinsternisse treten zudem paarweise auf: Eine Sonnenfinsternis liegt immer etwa zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis. Die partielle Mondfinsternis vom 27./28. August ist ein gutes Beispiel: Sie folgt rund zwei Wochen auf die totale Sonnenfinsternis vom 12. August 2026.

Mindestens zwei Mondfinsternisse gibt es pro Jahr, in seltenen Jahren sogar fünf, doch die meisten sind nur partiell oder Halbschattenfinsternisse. Eine tiefe Kernschattenfinsternis wie diese, noch dazu günstig für eine bestimmte Weltregion, ist wirklich selten. Es lohnt sich also, die Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 fest einzuplanen.